Wunderwuzi Baumwolle

Baumwolle ist ein Bonusmeilensammler: Ihr langer Produktionsweg vom Feld in den Kleiderschrank führt sie einmal rund um den Globus.

Als wahrer Globetrotter hat die Baumwolle längst tout le monde erobert, ohne ihre permanente Weltreise jemals zu unterbrechen. Nach wie vor legt der Stoff, aus dem Kapp, Shirts, Shorts und Co gemacht sind, auf seinem interkontinentalen Produktionsweg weite Strecken zurück.

Das liegt schon einmal daran, dass die unter Botanikern als Gossypium bekannte Pflanze nicht überall gedeiht. In Europa gehören nur Griechenland und die Türkei zu den Cotton Countries. Die Hauptanbaugebiete liegen im sogenannten Baumwollgürtel. Der spannt sich von den vielbesungenen Cotton Fields in den südlichen USA über Mittelamerika bis Asien um den Erdball.

Auf der Textilmaschinenstraße

Auf diesem verstreut liegen – je nach Lohnniveau – die Stätten der Weiterverarbeitung. Sie beginnt mit dem vierwöchigen Nachreifen und Trocknen der frisch geernteten Rohbaumwolle, aus der eine Entkörnungsmaschine anschließend Fruchtkapselreste, Samenkörner und Blätter kämmt. Die übriggebliebenen Fasern kommen in ein kochend heißes Natronlaugebad. Dabei löst sich ihre natürliche Wachsbeschichtung auf, was die Baumwolle so ausgesprochen saugfähig macht.

Seine nächsten Zwischenhalte auf der Maschinenstraße macht das Material in der Kardierung und in der Spinnerei, wo die die Fasern in Form gebracht und zu Garn gezwirbelt werden. Auf dass es beim Weben nicht reiße, wird es vorab geschlichtet und im selben Arbeitsgang imprägniert. Das erhöht die Geschmeidig- und Widerstandsfähigkeit des Stoffes, der anschließend wieder entschlichtet und mit Lösungsmitteln vom zuvor aufgebrachten Schutzfilm befreit wird.

Chemie für Fortgeschrittene

Ihre Fortsetzung findet die Chemiestunde für Fortgeschrittene mit der Chlorbleiche. Aus dieser taucht der Stoff ebenmäßig weiß auf, um gleich darauf ein weiteres Bad in der Färberei zu nehmen. Der neue Teint wird mit Nitrose fixiert, bevor es beim Merzerisieren zur Erhöhung von Farbglanz und Reißfestigkeit zum neuerlichen Stelldichein mit der Natronlauge kommt.

Auf der Zielgeraden zu den Textilfabriken dieser Welt sprintet die Baumwolle mit vier letzten Bearbeitungsschritten der Nähmaschine entgegen: Sanforisieren mittels mechanischer Verdichtung zwecks konstanter Passform, Imprägnieren sowie dem Auftrag von Knitter- und Mottenschutz. Am Ziel ist die Baumwolle damit immer noch nicht. Auf dem Weg in die Shops und Versandlager macht sie noch einmal jede Menge Kilometer.

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